TSG Neuruppin ist Spitzenreiter

Schach: Erstes Team siegt erneut / TSG II und TSG III verlieren Heimspiele

NEURUPPIN (mj) – Die erste Mannschaft der TSG Neuruppin hat in der Schach-Oberliga am vierten Spieltag dank eines 5:3-Erfolges gegen König Tegel II die Tabellenführung übernommen. Die zweite Vertretung unterlag den Schachfreunden Schwedt mit 3:5, das dritte Team verlor in der Regionalklasse Nord mit 1,5:6,5.

TSG Neuruppin I – König Tegel II 5:3

In Bestbesetzung konnten die Neuruppiner gegen die Zweitliga-Reserve aus Tegel antreten, so dass eine leichte Favoritenrolle auf Seiten des Gastgebers auszumachen war. Thomas Heuer erzielte mit den weißen Figuren einen halben Punkt. In der Folge gewann Ralf Schöne überzeugend seine Partie, so dass die TSG mit 1,5:0,5 führte. Adam Popovics musste sich am ersten Brett mit einem halben Punkt zufrieden geben. „Wirklich zufrieden war er nicht“, so Mannschaftsleiter Karsten Neumann, der jedoch vielversprechende Stellungen bei noch allen aktiven Neuruppiner Spielern ausmachen konnte. Plötzlich gab jedoch Walter Schatz in schwieriger Stellung auf, nachdem er seine Dame einzügig einstellte. Doch Ferenc Berebora brachte wieder Sicherheit ins Spiel. Mit Schwarz erzielte er einen Mehrbauern, den er sicher zum ganzen Zähler verwandelte. Ralf-Axel Simon spielte daraufhin unentschieden, da sowohl Lajos Györkos als auch Andreas Gropp besser standen. Györkos hatte einen Bauern mehr, doch ungleichfarbige Läufer bedeuteten die Punkteteilung. Andreas Gropp besorgte schließlich mit dem dritten Neuruppiner Einzelsieg an diesem Tag den 5:3-Endstand. Durch den Erfolg belegen die Neuruppiner nunmehr den ersten Tabellenrang, der zum Aufstieg in die 2. Bundesliga berechtigen würde. „Bisher sind nur vier Mannschaftskämpfe absolviert und die direkten Duelle folgen noch“, sagte Neumann, der noch nichts von einem möglichen Aufstieg wissen will.

TSG Neuruppin II – SF Schwedt 2000 3:5

Ein langjähriges Mitglied der Landesklasse Nord konnte die zweite Vertretung der TSG Neuruppin begrüßen, welches zudem als Favorit in den Mannschaftskampf ging. Pierre Neumann einigte sich auf eine Punkteteilung mit den schwarzen Figuren. Auch Sabine Wendorf kam in einer aggressiv gespielten Eröffnung zum halben Zähler, so dass der 1:1-Zwischenstand durchaus als gelungen einzuschätzen war. Jedoch verlor Donald Schuckar erst einen Bauern, in deren Folge er weitere Bauernverluste hinnehmen musste, wodurch die Partie nicht mehr zu halten war. Auch Johannes Blankstein kassierte am achten Brett eine Niederlage, da seine Figurenkoordination unglücklich wirkte. Zwar gewann Nico Nobilis in der Folge ziemlich überzeugend, doch nach einem Mannschaftspunkt sah es nicht mehr so richtig aus. Mathias Jäkel rettete sich nach anfänglich sehr guter Stellung nach einem Fehler noch zum Remis, Helge Biemann unterlag am ersten Brett nach zwischenzeitlich guter Stellung. Guido Gieses Unentschieden vervollständigte die 3:5-Niederlage der zweiten Mannschaft, die nun den fünften Tabellenplatz einnimmt.

TSG Neuruppin III – SF Zehdenick II 1,5:6,5

Mit zwei Erwachsenen und sechs Jugendlichen sollte das dritte Spiel für die TSG III ein schweres werden, wenngleich es weiterhin darum geht, Spielpraxis zu erhalten. Mit Zehdenick II wartete ein starker Gegner, der seiner Favoritenrolle gerecht wurde. Marius Wieduwilt unterlag in seinem ersten Punktspiel überhaupt. Wolfgang Röllig trug einen halben Punkt bei, genauso wie Björn Dau. Sebastian Schmidt musste sich am fünften Brett mit Schwarz geschlagen geben. Für das eigentliche Highlight sorgte Waldemar Halle, der seinem deutlich stärker eingeschätzten Gegner einen halben Punkt abnahm – es sollte zugleich der letzte Beitrag zum Punktekonto sein. Waldemars Bruder Viktor verlor, hatte aber zwischenzeitlich mehrere interessante Gegenspielaktivitäten. Auch Dominic Seidel musste in seinem ersten Punktspiel eine Niederlage quittieren. „Das war wirklich schade. Er hatte mehrere Dauerschachoptionen“, berichtete Karsten Neumann, der schließlich selber nach über vier Stunden und hartem Kampf das komplexe Endspiel nicht halten konnte.

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